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<title>Vaterunser</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Vaterunser</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Das <b>Vaterunser</b> oder <b>Unservater</b> (<a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a> <b>Pater noster</b> oder <b>Oratio Dominica</b>, deutsch <b>Gebet des Herrn</b> oder <b>Herrengebet</b>) ist das <a href="Gebet" title="Gebet">Gebet</a>, das <a href="Jesus_von_Nazaret" title="Jesus von Nazaret">Jesus von Nazaret</a> nach dem <a href="Neues_Testament" title="Neues Testament">Neuen Testament</a> (NT) seine <a href="Nachfolge_Jesu" title="Nachfolge Jesu">Nachfolger</a> gelehrt hat. Es ist einer der bekanntesten Texte der <a href="Bibel" title="Bibel">Bibel</a> und des <a href="Christentum" title="Christentum">Christentums</a>. Die redaktionell ergänzte Version <a href="Evangelium_nach_Matth%C3%A4us" title="Evangelium nach Matthäus"><span style="white-space:nowrap;">Mt</span></a> 6,9–13 wird in den meisten christlichen <a href="Konfession" title="Konfession">Konfessionen</a> gebetet, auch im <a href="Gottesdienst" title="Gottesdienst">Gottesdienst</a>. Sie gehört mit den <a href="Zehn_Gebote" title="Zehn Gebote">Zehn Geboten</a> und dem <a href="Credo" title="Credo">Credo</a> zum Grundwissen des Christen.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Neues_Testament">Neues Testament</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Varianten">Varianten</h3></div>
<p>Das NT überliefert zwei Fassungen des Vaterunsers, je eine im <a href="Evangelium_nach_Matth%C3%A4us" title="Evangelium nach Matthäus">Evangelium nach Matthäus</a> (Mt) und im <a href="Evangelium_nach_Lukas" title="Evangelium nach Lukas">Evangelium nach Lukas</a> (Lk):<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="wikitable">
<tbody><tr>
<th>Mt 6,9–13<sup id="cite_ref-Ü17_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-Ü17-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></th>
<th>Lk 11,2–4<sup id="cite_ref-Ü17_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-Ü17-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</th></tr>
<tr>
<td>Unser Vater in den Himmeln,</td>
<td>Vater,
</td></tr>
<tr>
<td>geheiligt werde Dein Name,</td>
<td>geheiligt werde Dein Name,
</td></tr>
<tr>
<td>es komme Dein Reich,</td>
<td>es komme Dein Reich!
</td></tr>
<tr>
<td>es geschehe Dein Wille</td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td>wie im Himmel auch auf Erden!</td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td>Unser Brot für den nächsten Tag gib uns heute!</td>
<td>Unser Brot für den nächsten Tag gib uns Tag um Tag!
</td></tr>
<tr>
<td>Und lass uns nach unsere Verschuldungen,</td>
<td>Und lass uns nach unsere Sünden,
</td></tr>
<tr>
<td>wie auch wir nachgelassen haben unseren Schuldnern!</td>
<td>denn auch wir lassen nach jedem, der uns schuldet!
</td></tr>
<tr>
<td>Und bringe uns nicht in Versuchung hinein,</td>
<td>Und bringe uns nicht in Versuchung hinein!
</td></tr>
<tr>
<td>sondern errette uns von dem Bösen!</td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td>Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.</td>
<td>
</td></tr>
</tbody></table>
<p>Die beiden Fassungen unterscheiden sich nach Umfang und Wortwahl:
</p>
<ul><li><a href="JHWH" title="JHWH">Gott</a> wird bei Mt „Unser Vater in den Himmeln“, bei Lk nur als „<a href="Gott_der_Vater" title="Gott der Vater">Vater</a>“ angeredet.</li>
<li>Die dritte Bitte bei Mt fehlt bei Lk.</li>
<li>Die Brotbitte ist bei Mt mit „heute“, bei Lk mit „täglich“ formuliert.</li>
<li>Bei Mt wird Vergebung oder Erlassung von „Schulden“, bei Lk von „Sünden“ erbeten.</li>
<li>Im Nachsatz „wie auch wir…“ steht bei Mt ein <a href="Aorist" title="Aorist">Aorist</a> („vergeben haben“), bei Lk Präsens („vergeben“).</li>
<li>Nur bei Mt ist die Bitte um Bewahrung vor der Versuchung mit der Bitte um Errettung vom Bösen ergänzt.</li></ul>
<p>Somit wurde das Gebet eher ergänzt als gekürzt, und die kürzere Lk-Fassung ist eher die ältere. Die Varianten zeigen, dass die <a href="Urchristentum" title="Urchristentum">Urchristen</a> eher den Inhalt des Gebets in der Sprache der Adressaten weitergeben als einen „echten“ Wortlaut Jesu streng bewahren wollten.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <a href="Doxologie" title="Doxologie">Doxologie</a> („rühmendes Wort“) am Mt-Schluss fehlt bei Lk und in den ältesten Mt-Handschriften. Eine spätere Mt-Redaktion ergänzte sie, wohl für einen im Gottesdienst liturgisch verbindlich rezitierbaren Gebetsabschluss. Dabei erweiterte der Redaktor eine ältere zweigliedrige Doxologie des Vaterunsers in der <a href="Didache" title="Didache">Didache</a> auf drei Glieder.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Doxologie kommt auf die Anfangsbitte um das Kommen des Reiches Gottes zurück und gibt die vorausgegangene Zusage Gottes im Munde Jesu gleichsam appellativ an Gott zurück. Die übrigen Zusätze lehnen sich wohl an Gebetssätze Jesu wie „Dein Wille geschehe“ in <a href="Getsemani" title="Getsemani">Getsemani</a> (<a href="Evangelium_nach_Lukas" title="Evangelium nach Lukas"><span style="white-space:nowrap;">Lk</span></a> 22,42 ) und „bewahre sie vor dem Bösen“ im „<a href="Hohepriesterliches_Gebet_Jesu" title="Hohepriesterliches Gebet Jesu">hohepriesterlichen Gebet</a>“ (<a href="Evangelium_nach_Johannes" title="Evangelium nach Johannes"><span style="white-space:nowrap;">Joh</span></a> 17,15 ) an.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Struktur">Struktur</h3></div>
<p>Beide Fassungen sind formal in Anreden und Bitten unterteilt und haben dieselbe Abfolge. Die Anreden („Dein Name – Reich – [Wille]“) sind als Wünsche im Imperativ formuliert und beziehen sich im Gesamtkontext der Verkündigung Jesu auf Gottes eigene Anliegen und Ziele. Die Beter bejahen diese mit diesen Wunschsätzen zuerst, ordnen ihre eigenen Bedürfnisse also Gottes Anliegen unter.
</p><p>Dem folgen die Wir-Bitten um materielle und geistliche Anliegen der Beter (Nahrung bzw. Existenzerhaltung, Vergebung, Bewahrung vor Versuchung). Die materiellen Bedürfnisse sind den geistlichen vorgeordnet, dafür werden letztere breiter behandelt.
</p><p>Der im Indikativ oder Präsens formulierte Nachsatz („wie auch wir“) verbindet die Vergebungsbitte an Gott eng mit dem analogen zwischenmenschlichen Verhalten. Damit beteuern und versprechen die Beter, ihren Mitmenschen auch künftig wie Gott zu vergeben bzw. ihnen Schulden zu erlassen. Das macht die Nachahmung Gottes zum Ansatz der <a href="Nachfolge_Jesu" title="Nachfolge Jesu">Nachfolge Jesu</a>. Dabei wird die <a href="Gottesebenbildlichkeit" class="mw-redirect" title="Gottesebenbildlichkeit">Gottesebenbildlichkeit</a> des Menschen (nicht die der ganzen <a href="Sch%C3%B6pfung" title="Schöpfung">Schöpfung</a>) nach <a href="Genesis_(Bibel)" title="Genesis (Bibel)"><span style="white-space:nowrap;">Gen</span></a> 1,26f. vorausgesetzt: Das ganze Menschsein soll ein Hinweis auf das Wesen des Schöpfers sein, einen Rückschluss auf Gott erlauben.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Wie die Wir-Bitten zeigen, wurde das Vaterunser von Anfang an in Gemeinschaft gebetet. Dazu mussten die Beter es auswendig lernen. Die Lukasfassung enthält fünf Bitten, wahrscheinlich um sie an den Fingern einer Hand abzählen und sich so merken zu können. Die Matthäusfassung enthält sechs oder sieben Bitten, je nachdem ob man den Nachsatz „sondern erlöse uns von dem Bösen“ zur sechsten Bitte zählt oder als eigene siebte Bitte auffasst. Sie lässt sich ohne die Doxologie in zehn Zeilen oder Sprecheinheiten einteilen. Dabei fallen die beiden Hälften genau mit dem Einschnitt zwischen Du-Anreden und Wir-Bitten zusammen. Diese Einteilung ist wie beim Dekalog an zehn Fingern abzählbar, also ebenfalls wohl didaktisch begründet.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kontext">Kontext</h3></div>
<p>Die Matthäusfassung steht in der Mitte der <a href="Bergpredigt" title="Bergpredigt">Bergpredigt</a>, die als Lehre Jesu (<a href="Evangelium_nach_Matth%C3%A4us" title="Evangelium nach Matthäus"><span style="white-space:nowrap;">Mt</span></a> 5,1f ) seinem heilvollen Handeln vorangestellt ist. Das Vaterunser konkretisiert Jesu Lehre vom Beten der Nachfolger (<a href="Evangelium_nach_Matth%C3%A4us" title="Evangelium nach Matthäus"><span style="white-space:nowrap;">Mt</span></a> 6,5–15 ): Es soll sich von einer öffentlichen, wortreichen, auf Außenwirkung bedachten Art des Betens bei <a href="Pharis%C3%A4er" title="Pharisäer">Pharisäern</a> und <a href="Gojim" class="mw-redirect" title="Gojim">Nichtjuden</a> unterscheiden. Seine Grundlage ist die allem Beten vorlaufende Zusage in <a href="Evangelium_nach_Matth%C3%A4us" title="Evangelium nach Matthäus"><span style="white-space:nowrap;">Mt</span></a> 6,8 : „Euer Vater weiß, was ihr braucht, ehe ihr darum bittet.“ Darauf folgt die Aufforderung (<a href="Evangelium_nach_Matth%C3%A4us" title="Evangelium nach Matthäus"><span style="white-space:nowrap;">Mt</span></a> 6,9a ): „Darum sollt ihr so beten: […]“<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der Lukasfassung folgt Jesu Gebetslehre auf ein eigenes Gebet Jesu und die Bitte eines Jüngers (<a href="Evangelium_nach_Lukas" title="Evangelium nach Lukas"><span style="white-space:nowrap;">Lk</span></a> 11,1–4 ):
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Jesus betete einmal an einem Ort; als er das Gebet beendet hatte, sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie auch Johannes seine Jünger beten gelehrt hat! Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: […]“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Demnach gehörte die Anleitung zu einer bestimmten Gebetspraxis zu dem, was ein Jünger von seinem Meister erwartete. Offenbar lehrten <a href="Johannes_der_T%C3%A4ufer" title="Johannes der Täufer">Johannes der Täufer</a> und Jesus ihre Nachfolger jeweils besondere Gebete. Das Vaterunser war also ein Erkennungsmerkmal der Jesusnachfolger. Dies bestätigen zwei Verse der <a href="Paulusbriefe" title="Paulusbriefe">Paulusbriefe</a> (<a href="Brief_des_Paulus_an_die_Galater" title="Brief des Paulus an die Galater"><span style="white-space:nowrap;">Gal</span></a> 4,6 } und <a href="Brief_des_Paulus_an_die_R%C3%B6mer" title="Brief des Paulus an die Römer"><span style="white-space:nowrap;">Röm</span></a> 8,15f. ):
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, den Geist, der ruft: <a href="Abba_(Bibel)" title="Abba (Bibel)">Abba</a>, Vater.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„[…] ihr habt den Geist der Kindschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Die doppelte, <a href="Aram%C3%A4ische_Sprachen" title="Aramäische Sprachen">aramäische</a> und <a href="Koine" title="Koine">griechische</a> Vater-Anrede spielt wahrscheinlich auf das Vaterunser an, da Jesus selbst Gott laut <a href="Evangelium_nach_Markus" title="Evangelium nach Markus"><span style="white-space:nowrap;">Mk</span></a> 14,36 mit <i>Abba</i> anredete. Solche aramäischen Zitate übernahm <a href="Paulus_von_Tarsus" title="Paulus von Tarsus">Paulus von Tarsus</a> aus der <a href="Jerusalemer_Urgemeinde" title="Jerusalemer Urgemeinde">Jerusalemer Urgemeinde</a>. Somit gehörte das Vaterunser zu deren Erkennungszeichen und wurde von den Urchristen als Gabe des <a href="Heiliger_Geist" title="Heiliger Geist">Heiligen Geistes</a> verstanden.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Gott so familiär Anredenden seien „<a href="Kinder_Gottes_(Bibel)" title="Kinder Gottes (Bibel)">Kinder Gottes</a>“.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Entstehung">Entstehung</h3></div>
<p>Beide Varianten des Vaterunsers gehören zu jenen Texten, die nur bei Mt und Lk vorkommen und dort großenteils wörtlich übereinstimmen. Die <a href="Historisch-kritische_Methode_(Theologie)" title="Historisch-kritische Methode (Theologie)">historisch-kritische</a> NT-Forschung ordnet diese Texte der hypothetischen <a href="Logienquelle_Q" title="Logienquelle Q">Logienquelle Q</a> zu, also gemäß der <a href="Zweiquellentheorie" title="Zweiquellentheorie">Zweiquellentheorie</a> der zweiten schriftlichen Vorlage von Mt und Lk neben dem <a href="Evangelium_nach_Markus" title="Evangelium nach Markus">Evangelium nach Markus</a>. Die Logienquelle enthält fast nur wörtliche Rede Jesu. Ihre ältesten Textbestandteile spiegeln die Situation missionierender Wanderprediger, die Jesus zu ihren Lebzeiten begegnet waren und seine Worte anfangs mündlich überliefert hatten. Darum führt die NT-Forschung einen Kern des Vaterunsers, der der älteren Lukasfassung nahekommt, auf Jesus selbst zurück.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das griechische Adjektiv <i><a href="Epiousion" title="Epiousion">Epiousion</a></i> in der Brotbitte kommt nur hier im NT vor (<a href="Hapax_legomenon" title="Hapax legomenon">Hapax legomenon</a>). Es übersetzte eventuell das aramäische Wort <i>machar</i> („morgen“, „morgig“), um die für den kommenden Tag nötige Nahrungsmenge zu erbitten. Es verweist also auf eine aramäische Urfassung des Gebets.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ein Versuch, das Vaterunser dem historischen Jesus abzusprechen und auf eine bloße Bearbeitung jüdischer Gebete durch Urchristen zurückzuführen,<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> setzte sich vor allem wegen widersprüchlicher oder falscher Anwendung der Echtheitskriterien in der NT-Forschung nicht durch.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Jüdische_Tradition"><span id="J.C3.BCdische_Tradition"></span>Jüdische Tradition</h3></div>
<p>Das Vaterunser knüpft an Gebetstraditionen des <a href="Judentum" title="Judentum">Judentums</a> an. Zu jeder seiner Aussagen gibt es jüdische Vorbilder und Parallelen. Jüdische Gebete wurden auf <a href="Hebr%C3%A4ische_Sprache" title="Hebräische Sprache">Hebräisch</a> gesprochen und gelehrt. Dagegen lehrte Jesus das Vaterunser auf Aramäisch, der damaligen Umgangssprache einfacher Juden.
</p><p>Er redete <a href="JHWH" title="JHWH">JHWH</a> nicht wie im Judentum üblich als <i><a href="Adonai" title="Adonai">Adonai</a></i> („Herr“) an, sondern als „Vater“, aramäisch <i>Abba</i>, und lehrte seine Jünger diese Anrede.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <a href="Metapher" title="Metapher">Metapher</a> „Vater“ für JHWH ist im <a href="Tanach" title="Tanach">Tanach</a> selten und bezieht sich im Gebetskontext vor allem auf Gottes fürsorgliches Erbarmen.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die schlichte „Vater“-Anrede war damals bereits im jüdischen Privatgebet üblich, jedoch nicht im Gottesdienst der <a href="Synagoge" title="Synagoge">Synagoge</a>.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Anrede „Unser Vater im Himmel“ taucht auch in der damaligen Literatur der <a href="Tannaim" title="Tannaim">Tannaim</a> (~0–200 n. Chr.) auf.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Wunsch „Geheiligt werde Dein Name“ entspricht der ersten Bitte des <a href="Kaddisch" title="Kaddisch">Kaddisch</a>: „Erhoben und geheiligt werde sein großer Name in der Welt […]“ Analog zum nächsten Satz „Dein Reich komme“ folgt auch im Kaddisch: „[…] sein Reich erstehe in eurem Leben und in euren Tagen und dem Leben des ganzen Hauses Israel schnell und in naher Zeit.“ Auch die <i>Berakhaformel</i> (Lob- und Segensformel) der <a href="Liturgie" title="Liturgie">Liturgie</a> des zweiten <a href="Jerusalemer_Tempel" title="Jerusalemer Tempel">Jerusalemer Tempels</a> verband die Heiligung des Gottesnamens mit dem (im Himmel schon ewig präsenten, auf Erden als Zukunft erwarteten) Reich Gottes: „Gepriesen sei der Name der Herrlichkeit seiner Königsherrschaft für immer und ewig.“ Sinngemäß erscheint die Bitte um das zukünftige Aufrichten der Königsherrschaft Gottes auch im <a href="Achtzehnbittengebet" title="Achtzehnbittengebet">Achtzehnbittengebet</a>: „Bringe wieder unsere Richter wie vordem […] und sei König über uns, Du allein.“<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Satz „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden“ knüpft an die biblische Vorstellung vom „Himmel“ als Bereich JHWHs an, in dem sein Wille schon herrscht. Laut <a href="Buch_der_Psalmen" title="Buch der Psalmen"><span style="white-space:nowrap;">Ps</span></a> 103,19-21 führen die <a href="Engel" title="Engel">Engel</a> diesen Willen widerspruchslos aus. So sollen auch die Menschen auf der Erde Gottes Willen erfüllen. Der biblischen Hoffnung auf Gottes Reich entspricht der Gehorsam gegenüber JHWHs <a href="Tora" title="Tora">Tora</a>: Dies lehrten <a href="Rabbiner" title="Rabbiner">Rabbiner</a> ebenso wie Jesus, etwa in einer <a href="Sifra" class="mw-redirect" title="Sifra">Sifra</a> zu <a href="Levitikus" title="Levitikus"><span style="white-space:nowrap;">Lev</span></a> 18,2 und der <a href="Mischnah" class="mw-redirect" title="Mischnah">Mischnah</a> (Ber 2,2) zum <a href="Schma_Jisrael" title="Schma Jisrael">Schma Jisrael</a>. Dabei geraten die Tora-Befolger laut <a href="2._Buch_der_Makkab%C3%A4er" title="2. Buch der Makkabäer"><span style="white-space:nowrap;">2 Makk</span></a> 15,1-5 unter Umständen in tödliche Konflikte mit irdischen Herrschern, die JHWHs Willen zynisch missachten und ihn aus der Welt ausgrenzen. Gehorsam gegenüber JHWH beinhaltet daher im Judentum wie im Urchristentum die Bereitschaft zum Konflikt mit der Staatsräson und den Widerstand gegen eine angebliche Eigengesetzlichkeit von politischer Macht.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Anrede Gottes als „Vater“ entspricht die Bitte um Vergebung und um die eigene Vergebungsbereitschaft. Denn die Bibel verknüpft Gottes väterliche Fürsorge mit seiner <a href="Barmherzigkeit" title="Barmherzigkeit">Barmherzigkeit</a>, etwa <a href="Buch_der_Psalmen" title="Buch der Psalmen"><span style="white-space:nowrap;">Ps</span></a> 103,13 : „Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über alle, die ihn fürchten.“ Demgemäß gebot Jesus <a href="Feindesliebe" title="Feindesliebe">Feindesliebe</a> nach Gottes Vorbild (<a href="Evangelium_nach_Lukas" title="Evangelium nach Lukas"><span style="white-space:nowrap;">Lk</span></a> 6,36 ): „Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!“<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Nachahmen von Gottes vergebender Barmherzigkeit gehörte zur gelebten jüdischen Alltagsreligion. Indem Jesus die Vergebungsbitte hinter die Brotbitte stellte, machte er das Vergeben zur Alltagspraxis seiner Nachfolger, setzte also ihr tägliches Zurückbleiben hinter Gottes Willen voraus. Damit verstärkte er eine jüdische Tradition, die Vergebung wie Johannes der Täufer mit der <a href="Taufe" title="Taufe">Taufe</a> an eine einmalige, durchgreifende Lebenswende band.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der hinzugefügte Lobpreis am Gebetsende lehnt sich eventuell an König <a href="David" title="David">Davids</a> Gebet nach <a href="1._Buch_der_Chronik" title="1. Buch der Chronik"><span style="white-space:nowrap;">1 Chr</span></a> 29,11 an.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Übersetzungen"><span id=".C3.9Cbersetzungen"></span>Übersetzungen</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Rückübersetzungen_ins_Aramäische"><span id="R.C3.BCck.C3.BCbersetzungen_ins_Aram.C3.A4ische"></span>Rückübersetzungen ins Aramäische</h3></div>
<p>Manche Neutestamentler übersetzen die ältesten griechischen NT-Handschriften des Gebets ins Aramäische. Sie versuchen damit, einen vermuteten historischen Wortlaut zu rekonstruieren, da Jesus von Nazaret Aramäisch gesprochen hat. Der evangelische Theologe <a href="G%C3%BCnther_Schwarz_(Theologe)" title="Günther Schwarz (Theologe)">Günther Schwarz</a> vermutete ein aramäisches Gebet Jesu in Reimform:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Abba! Lass geheiligt werden Deine Gegenwart! Lass sich ausbreiten Deine Herrschaft! Lass geschehen Deinen Willen! Lass uns geben unsere Nahrung! Lass uns vergeben unsere Sünden! Lass uns retten aus unserer Versuchung!“<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Darin entfiel der Unterschied zwischen Du- und Wir-Bitten, die alle um das Tun der Beter bitten. Vergebung, erläuterte Schwarz, habe Jesus erst nach dem Tod von Gott erwartet.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Universitätstheologen wie <a href="Markus_Tiwald" title="Markus Tiwald">Markus Tiwald</a> lehnen Schwarz’ Methodik und Übersetzung als unwissenschaftlich ab.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Altphilologin <a href="Ursula_Schattner-Rieser" title="Ursula Schattner-Rieser">Ursula Schattner-Rieser</a> legte ihrer Rekonstruktion von 2019 die „mittelaramäische-palästinensische Phase“ von Texten aus <a href="Qumran" title="Qumran">Qumran</a> zugrunde. Ihre Rückübersetzung unterscheidet sich in vielen Details von anderen.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vulgata">Vulgata</h3></div>
<p>In der lateinischen <a href="Vulgata" title="Vulgata">Vulgata</a> (entstanden um 380) lautet das Vaterunser:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Pater noster qui es in caelis,<br> sanctificetur nomen tuum.<br> Adveniat regnum tuum.<br> Fiat voluntas tua<br> sicut in caelo et in terra.<br> Panem nostrum supersubstantialem<br> da nobis hodie.<br> Et dimitte nobis debita nostra,<br> sicut et nos dimittimus debitoribus nostris.<br> Et ne nos inducas in temptationem,<br> sed libera nos a malo.<br> Amen.“<sup id="cite_ref-VUL_29-0" class="reference"><a href="#cite_note-VUL-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Der Übersetzer <a href="Hieronymus_(Kirchenvater)" title="Hieronymus (Kirchenvater)">Hieronymus</a> gab das griechische Adjektiv <i>epiousion</i> in Lk 11,3 mit <i>cotidianum</i> („täglich“), in Mt 6,11 dagegen mit <i>supersubstantialem</i> („übernatürlich“) wieder. Das deutete das erbetene Brot als nichtmaterielle Nahrung und bahnte die spätere <a href="Transsubstantiation" title="Transsubstantiation">Transsubstantiationslehre</a> zur <a href="Eucharistie" title="Eucharistie">Eucharistie</a> an.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <a href="R%C3%B6misch-Katholische_Kirche" class="mw-redirect" title="Römisch-Katholische Kirche">Römisch-Katholische Kirche</a> übernahm jedoch <i>cotidianum</i> in ihre bis heute verwendete lateinische Matthäusversion des Gebets.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lutherbibel">Lutherbibel</h3></div>
<p>Die <a href="Lutherbibel" title="Lutherbibel">Lutherbibel</a> von 1545 wurde mehrfach revidiert, zuletzt 2017. Dort lautet <a href="Evangelium_nach_Matth%C3%A4us" title="Evangelium nach Matthäus"><span style="white-space:nowrap;">Mt</span></a> 6,9–13 :
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. [Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.]“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>In seinem <a href="Kleiner_Katechismus" class="mw-redirect" title="Kleiner Katechismus">Kleinen Katechismus</a> (1529) legte <a href="Martin_Luther" title="Martin Luther">Martin Luther</a> das „Brot“ der Brotbitte gegen die spiritualisierende Umdeutung umfassend als „alles, was not tut für Leib und Leben“ aus und zählte dann detailliert auf, was für den gesamten Lebensunterhalt unbedingt nötig sei.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Lutherbibel von 1984 folgen <a href="Evangelisch-lutherische_Kirche" class="mw-redirect" title="Evangelisch-lutherische Kirche">Evangelisch-lutherische Kirchen</a> und <a href="Reformierte_Kirchen" title="Reformierte Kirchen">Reformierte Kirchen</a>. Letztere teilen die Matthäusversion gemäß <a href="Johannes_Calvin" title="Johannes Calvin">Johannes Calvins</a> <a href="Genfer_Katechismus" class="mw-disambig" title="Genfer Katechismus">Genfer Katechismus</a> in sechs statt sieben Bitten ein.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch die <a href="Neuapostolische_Kirche" title="Neuapostolische Kirche">Neuapostolische Kirche</a> übernahm das Vaterunser der Lutherbibel.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ökumenische_Fassungen"><span id=".C3.96kumenische_Fassungen"></span>Ökumenische Fassungen</h3></div>
<p>Das <a href="%C3%96kumenische_Bewegung" title="Ökumenische Bewegung">ökumenische</a> Vaterunser der <a href="Arbeitsgemeinschaft_f%C3%BCr_liturgische_Texte" title="Arbeitsgemeinschaft für liturgische Texte">Arbeitsgemeinschaft für liturgische Texte</a> (ALT) von 1968 stimmt bis auf die umgestellte Anrede „Vater unser“ wörtlich mit der Lutherbibel von 1984 überein. Es weicht nur geringfügig von früheren römisch-katholischen, lutherischen und <a href="Altkatholische_Kirche" title="Altkatholische Kirche">alt-katholischen</a> Fassungen ab: etwa mit „im Himmel“ statt „der du bist im Himmel“, „geheiligt“ statt „geheiliget“, „Dein Reich komme“ statt „zu uns komme Dein Reich“, „so auf Erden“ statt „also auch auf Erden“, „unser tägliches Brot“ statt „unser täglich Brot“, „wie auch wir vergeben“ statt „wie wir vergeben“, „von dem Bösen“ statt „von dem Übel“. Sie unterteilt die Verse oder Satzteile mit Punkten statt mit Kommata oder Ausrufezeichen.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch das matthäische Vaterunser in der revidierten <a href="Einheits%C3%BCbersetzung" title="Einheitsübersetzung">Einheitsübersetzung</a> von 2016 (<a href="Evangelium_nach_Matth%C3%A4us" title="Evangelium nach Matthäus"><span style="white-space:nowrap;">Mt</span></a> 6,9-13 ) steht dem der Lutherbibel von 1984 nahe:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde. Gib uns heute das Brot, das wir brauchen! Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben! Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen!“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Der_oder_die_„Himmel“"><span id="Der_oder_die_.E2.80.9EHimmel.E2.80.9C"></span>Der oder die „Himmel“</h3></div>
<p>Mt 6,9 redet Gott als „Vater unser in den Himmeln“ an. Der griechische Plural <i>ouranois</i> geht auf das hebräische <i>Schamajim</i> zurück, dessen Endsilbe stets eine Mehrzahl bedeutet. Darum übersetzte die Vulgata das Wort hier pluralisch mit <i>in caelis</i>, in der Willensbitte (Mt 6,10) dagegen singularisch mit <i>in caelo</i>. Auch französische und viele heutige deutsche Bibelübersetzungen unterscheiden Singular und Plural bei dem Wort, während die <a href="Elberfelder_Bibel" title="Elberfelder Bibel">Elberfelder Bibel</a> und die englische <a href="King_James_Bibel" class="mw-redirect" title="King James Bibel">King James Bibel</a> beide Male den Singular verwenden. Dieser erschien erstmals im frühesten deutschsprachigen Vaterunser im <i>St. Gallener Katechismus</i> (um 800).<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Die_Vergebungsbitte">Die Vergebungsbitte</h3></div>
<p>Die Vergebungsbitte wird meist nach Lk 11,4 im Präsens („wie auch wir vergeben“), nicht nach Mt 6,12 im Perfekt („wie auch wir […] vergeben haben“) übersetzt. Demnach soll der Betende Gott nicht um Vergebung bitten, bevor er nicht selber vergeben hat. Das Präsens entspricht <a href="Evangelium_nach_Matth%C3%A4us" title="Evangelium nach Matthäus"><span style="white-space:nowrap;">Mt</span></a> 6,14f. :
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Die_Bitte_um_Bewahrung_vor_Versuchung">Die Bitte um Bewahrung vor Versuchung</h3></div>
<p>Mt 6,13 nennt Gott als Subjekt und wird meist mit „Und führe uns nicht in Versuchung“ übersetzt. Die spanische Fassung lautete seit dem 16. Jahrhundert: „Lass uns nicht in Versuchung fallen“.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Manche deutschen <a href="Biblische_Exegese" title="Biblische Exegese">Bibelexegeten</a> übersetzten den Vers seit den 1960er Jahren sinnerfassend mit „Und lass uns nicht in Versuchung geraten“.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>2013 beschlossen die katholischen Bischöfe Frankreichs, diese Änderung zum ersten Advent 2017 in Frankreich einzuführen. <a href="Franziskus_(Papst)" title="Franziskus (Papst)">Papst Franziskus</a> unterstützte sie dabei und kritisierte die traditionelle Übersetzung: Nicht Gott, sondern <a href="Satan" title="Satan">Satan</a> führe den Menschen in Versuchung.<sup id="cite_ref-Zeit7Dez17_39-0" class="reference"><a href="#cite_note-Zeit7Dez17-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 2016 beschloss auch die <a href="Vereinigte_Protestantische_Kirche_Frankreichs" title="Vereinigte Protestantische Kirche Frankreichs">Vereinigte Protestantische Kirche Frankreichs</a>, das bisherige „Unterwirf uns nicht der Versuchung“ zu „Lass uns nicht in Versuchung eintreten“ zu ändern, um das Vaterunser weiter mit Katholiken gemeinsam beten zu können.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die reformierten Kirchen der Schweiz und die <a href="Schweizerische_Evangelische_Allianz" title="Schweizerische Evangelische Allianz">Schweizerische Evangelische Allianz</a> wollten die Änderung bis Ostern 2018 übernehmen.<sup id="cite_ref-Zeit7Dez17_39-1" class="reference"><a href="#cite_note-Zeit7Dez17-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ab November 2020 änderte auch die katholische Kirche in Italien die Aussage „Führe uns nicht in Versuchung“ zu „Überlasse uns nicht der Versuchung“.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Dagegen lehnte die <a href="Deutsche_Bischofskonferenz" title="Deutsche Bischofskonferenz">Deutsche Bischofskonferenz</a> (DBK) die Änderung im Januar 2018 ab, um nicht in den griechischen Originaltext einzugreifen und den im gesamten deutschen Sprachraum einheitlichen Gebetstext zu bewahren. Die Bitte drücke das Vertrauen in Gott aus, uns vor Versuchung zu bewahren, nicht das Gegenteil.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch die <a href="Evangelische_Kirche_in_Deutschland" title="Evangelische Kirche in Deutschland">Evangelische Kirche in Deutschland</a> (EKD) sah keinen Änderungsbedarf.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der evangelische Theologe Thomas Wagner kritisierte den Papst-Vorschlag als „konfessionelle Exegese“.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sein katholischer Kollege <a href="Thomas_S%C3%B6ding" title="Thomas Söding">Thomas Söding</a> betonte: „Wer mit den Worten Jesu beten will, hält sich am besten ans Neue Testament.“ Bischof <a href="Rudolf_Voderholzer" title="Rudolf Voderholzer">Rudolf Voderholzer</a> warnte vor einer „Verfälschung der Worte Jesu“, die Mt und Lk hier einheitlich überlieferten. Man müsse sie so erklären, „dass das Gottesbild nicht verdunkelt wird“.<sup id="cite_ref-Zeit7Dez17_39-2" class="reference"><a href="#cite_note-Zeit7Dez17-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Gottesdienst">Gottesdienst</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Antike_und_Mittelalter">Antike und Mittelalter</h3></div>
<p>Das Vaterunser erhielt früh einen festen Platz im christlichen Gottesdienst. Gemäß der Didache (8,2f.) sollten Christen es auch privat dreimal am Tag beten.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Seit <a href="Ambrosius_von_Mailand" title="Ambrosius von Mailand">Ambrosius von Mailand</a> wurde das Vaterunser liturgisch nach dem <a href="Canon_Missae" title="Canon Missae">Canon Missae</a> und vor der <a href="Kommunion" title="Kommunion">Kommunion</a> gebetet. Bei <a href="Augustinus_von_Hippo" title="Augustinus von Hippo">Augustinus von Hippo</a> bereitete es als Bischofsgebet die Kommunion vor. In der Mailändischen Messe (8. Jahrhundert) hatte es seinen festen Platz nach <a href="Oration" title="Oration">Oration</a> und <a href="Invitatorium" title="Invitatorium">Invitatorium</a>, vor dem <a href="Embolismus" title="Embolismus">Embolismus</a>. Das <a href="Messbuch" title="Messbuch">Messbuch</a>, das ambrosianische Missale und das <a href="Missale_Romanum" class="mw-redirect" title="Missale Romanum">Missale Romanum</a> nahmen verschiedene Gesangsformen des Vaterunsers auf; in einigen sollte die Gemeinde die gesungenen Bitten mit <a href="Amen" title="Amen">Amen</a> beantworten und die siebte Bitte selbst singen. Bis auf diese Beteiligung der Laien blieb das Vaterunser im <a href="R%C3%B6mischer_Ritus" title="Römischer Ritus">römischen Ritus</a> bis 1965 ein Priestergebet. Im orientalischen und <a href="Gallikanischer_Ritus" title="Gallikanischer Ritus">gallikanischen Ritus</a> dagegen sang es stets die ganze Gemeinde.<sup id="cite_ref-GH805_46-0" class="reference"><a href="#cite_note-GH805-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Vaterunser gehört auch zu einigen <a href="Hore_(Liturgie)" title="Hore (Liturgie)">Horen</a> des <a href="Stundengebet" title="Stundengebet">Stundengebets</a>, das ab dem 2. Jahrhundert entstand und im christlichen <a href="M%C3%B6nchtum" title="Mönchtum">Mönchtum</a> weiterentwickelt wurde. Mit ihm schließt unter anderem die morgendliche <a href="Laudes" title="Laudes">Laudes</a>.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Um 800 ordnete <a href="Karl_der_Gro%C3%9Fe" title="Karl der Große">Karl der Große</a> mit <a href="Kapitularien" title="Kapitularien">Kapitularien</a> an, dass jeder Christ das Vaterunser auswendig aufsagen können sollte. Wer dies nicht vermochte, sollte nicht als <a href="Pate" title="Pate">Pate</a> (Taufzeuge) zugelassen werden.<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aus dieser Zeit stammen auch die ersten <a href="Althochdeutsch" class="mw-redirect" title="Althochdeutsch">althochdeutschen</a> Vaterunser. Das <a href="Freising" title="Freising">Freisinger</a> Paternoster war zudem kommentiert.<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Römisch-katholische_Kirche"><span id="R.C3.B6misch-katholische_Kirche"></span>Römisch-katholische Kirche</h3></div>
<p>Das Vaterunser gehört zum festen Ablauf der römisch-katholischen <a href="Heilige_Messe" title="Heilige Messe">heiligen Messe</a>.<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es folgt auf das <a href="Hochgebet" title="Hochgebet">eucharistische Hochgebet</a>, ihm folgen der <a href="Friedensgru%C3%9F" title="Friedensgruß">Friedensgruß</a> und das <a href="Agnus_Dei" title="Agnus Dei">Agnus Dei</a>. Noch nach der <a href="Liturgie_von_1962" title="Liturgie von 1962">Liturgie von 1962</a> sprach oder sang der <a href="Zelebrant" title="Zelebrant">Zelebrant</a> die ersten Vaterunserbitten allein. Nur die letzte Bitte (<i>sed libera nos al malo</i>) sprachen oder sangen die <a href="Ministrant" title="Ministrant">Ministranten</a> oder die <a href="Choralschola" title="Choralschola">Choralschola</a>. Die <a href="Liturgische_Bewegung#19._und_20._Jahrhundert" title="Liturgische Bewegung">Liturgische Bewegung</a> bezog im 20. Jahrhundert jedoch zunehmend alle Gottesdienstteilnehmer ein.
</p><p>Die vom <a href="Zweites_Vatikanisches_Konzil" title="Zweites Vatikanisches Konzil">Zweiten Vatikanischen Konzil</a> ab 1963 eingeleitete <a href="Liturgiereform" title="Liturgiereform">Liturgiereform</a> wurde mit dem <a href="Ordo_Missae" class="mw-redirect" title="Ordo Missae">Ordo Missae</a> von 1969 verbindlich eingeführt. Sie sieht vor, dass die Laien viele Teile der Messe, darunter das Vaterunser, in ihrer Landessprache mitsprechen oder mitsingen.<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seitdem gehören der Embolismus des Zelebranten und die folgende Doxologie, die bis dahin gefehlt hatten, zur Messliturgie.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Vaterunser gehört zum Ritus einer <a href="Sakrament" title="Sakrament">Sakramentenspendung</a> (Taufe, <a href="Firmung" title="Firmung">Firmung</a>, <a href="Krankensalbung" title="Krankensalbung">Krankensalbung</a>, <a href="Krankenkommunion" title="Krankenkommunion">Krankenkommunion</a>, <a href="Kirchliche_Trauung" title="Kirchliche Trauung">Eheschließung</a>), die außerhalb der heiligen Messe geschieht. Bei der <a href="Kirchliche_Begr%C3%A4bnisfeier" title="Kirchliche Begräbnisfeier">kirchlichen Begräbnisfeier</a> wird es am Grab gebetet, bei <a href="Wort-Gottes-Feier" title="Wort-Gottes-Feier">Wort-Gottes-Feiern</a> und <a href="Fromme_%C3%9Cbung" title="Fromme Übung">Andachten</a> meist vor der abschließenden Segensbitte.
</p><p>Das Vaterunser ist auch Teil des <a href="Rosenkranz" title="Rosenkranz">Rosenkranzgebets</a>. Jeder der fünf Teile (Gesätze) besteht aus einem Vaterunser und dem danach zehnmal wiederholten <a href="Ave_Maria" title="Ave Maria">Ave Maria</a>.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Orthodoxe_Kirchen">Orthodoxe Kirchen</h3></div>
<p>Auch im byzantinischen Ritus der <a href="Orthodoxe_Kirchen" title="Orthodoxe Kirchen">orthodoxen Kirchen</a> gehört das Vaterunser zur Vorbereitung auf die Eucharistie. Wie in der römisch-katholischen und evangelischen Liturgie folgt es auf <a href="Pr%C3%A4fation" title="Präfation">Präfation</a>, <a href="Sanctus" title="Sanctus">Sanctus</a>, <a href="Anamnese_(Liturgie)" title="Anamnese (Liturgie)">Anamnese</a> (Erinnerung mit den Einsetzungsworten) und <a href="Epiklese" title="Epiklese">Epiklese</a> (Bitte um den Heiligen Geist).<sup id="cite_ref-BW37_54-0" class="reference"><a href="#cite_note-BW37-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Epiklese erfolgt als <a href="Ektenie" title="Ektenie">Ektenie</a> des Priesters, der Gott um Annahme des Opfers und Gnade für die Teilnehmer der Kommunion bittet.<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Darauf singt die Gemeinde stehend das Vaterunser. In Teilen der Orthodoxie spricht der Priester das Vaterunser allein, wie es im <a href="Zarismus" title="Zarismus">Zarismus</a> üblich war.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Anders als bei Katholiken und Protestanten folgt dann nicht das Agnus Dei, sondern direkt die Kommunion.<sup id="cite_ref-BW37_54-1" class="reference"><a href="#cite_note-BW37-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Evangelische_Kirchen">Evangelische Kirchen</h3></div>
<p>Martin Luther formulierte für seine <a href="Deutsche_Messe_(Gottesdienst)#Martin_Luthers_Deutsche_Messe_1526" title="Deutsche Messe (Gottesdienst)">Deutsche Messe</a> (1526) anstelle der <a href="F%C3%BCrbitte" class="mw-redirect" title="Fürbitte">Fürbitte</a> eine Paraphrase des Vaterunsers, die der Prediger am Altar oder von der Kanzel sprechen sollte. Beim <a href="Abendmahlsgottesdienst" title="Abendmahlsgottesdienst">Abendmahlsgottesdienst</a> ließ er Präfation und Sanctus vor dem Vaterunser weg und rückte dieses vor die Einsetzungsworte. Dem folgten andere <a href="Reformator" title="Reformator">Reformatoren</a>. Im lutherischen Predigtgottesdienst ohne Abendmahl rückte das Vaterunser vor den Segen am Ende.<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Mitgliedskirchen der EKD geben dem Vaterunser in ihren <a href="Agende" title="Agende">Agenden</a> einen festen Platz. Im gewöhnlichen lutherischen Hauptgottesdienst schließt es das allgemeine Fürbittengebet ab. Darauf folgt der <a href="Aaronitischer_Segen" title="Aaronitischer Segen">Aaronitische Segen</a> zur Entlassung der Gemeinde.<sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Abendmahlsgottesdienst folgt es auf das Agnus Dei nach Präfation, Sanctus, Einsetzungsworten; ihm folgt die Austeilung. In diesem Kontext beziehen sich die Vaterunserbitten unmittelbar auf das folgende Abendmahl. Dadurch wird dieses zur Feier der ganzen fortlaufenden Heilsgeschichte.<sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kirchenlieder">Kirchenlieder</h3></div>
<p>Das Vaterunser wird im Gottesdienst seit langem auch gesungen. Ältester Beleg dafür ist ein <a href="Sakramentar" title="Sakramentar">Sakramentar</a> der <a href="Abtei_Montecassino" title="Abtei Montecassino">Abtei Montecassino</a> aus dem 8. Jahrhundert.<sup id="cite_ref-GH805_46-1" class="reference"><a href="#cite_note-GH805-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Gesangbücher der Großkirchen enthalten Vaterunserlieder verschiedener Herkunft. Das katholische <a href="Gotteslob_(1975)" title="Gotteslob (1975)">Gotteslob von 1975</a> enthielt für die Liturgie die deutschsprachigen Lieder Nr. 362, 363 und 691 sowie das lateinische Nr. 378.<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Stammteil fehlte ein Vaterunserlied für den Gemeindegesang.<sup id="cite_ref-GH806_61-0" class="reference"><a href="#cite_note-GH806-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das <a href="Gotteslob" title="Gotteslob">Gotteslob von 2013</a> enthält für die Messe weiterhin das <a href="Gregorianischer_Choral" title="Gregorianischer Choral">gregorianische</a> Paternoster Nr. 589,2 (deutsch) und 589,3 (lateinisch, früher Nr. 362), für das Stundengebet Nr. 632,2. Hinzu kommen das ostkirchliche Vaterunserlied Nr. 661,8 und das Vaterunserlied von <a href="Peter_Janssens" title="Peter Janssens">Peter Janssens</a> (Nr. 731).
</p><p>Das <a href="Evangelisches_Gesangbuch" title="Evangelisches Gesangbuch">Evangelische Gesangbuch</a> (EG) von 1994 enthält für die Abendmahlsliturgie die Vaterunserlieder EG 186, 187, 188 und 659. Melodie und Text von EG 186 sind mit GL 589,2 (früher GL 362) identisch; dieses gregorianische Lied wird daher auch als ökumenisches Vaterunser bezeichnet.<sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für den Gemeindegesang gibt es EG 344 (<a href="Vater_unser_im_Himmelreich" title="Vater unser im Himmelreich">Vater unser im Himmelreich</a> nach Luthers Text von 1539) und eine gregorianische <a href="Litanei" title="Litanei">Litanei</a> für die Tagesgebete. In der Regionalausgabe für Niedersachsen/Bremen ist dies Nr. 783.8, identisch mit Nr. 784,8; 785,8; und 786,12.<sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Einige neuere evangelische Vaterunserlieder sind nicht in das EG gelangt. Besonders erfolgreich wurde <i>Unser Vater</i> von <a href="Christoph_Zehendner" title="Christoph Zehendner">Christoph Zehendner</a> (Text) und <a href="Hans_Werner_Scharnowski" title="Hans Werner Scharnowski">Hans Werner Scharnowski</a> (Melodie) für ihr Album <i>Felsenfest – Lieder zur Bergpredigt</i> (1994).<sup id="cite_ref-64" class="reference"><a href="#cite_note-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für die <a href="Hugenottenkirche" title="Hugenottenkirche">Hugenottenkirche</a> komponierte <a href="Cl%C3%A9ment_Marot" title="Clément Marot">Clément Marot</a> ein französisches Vaterunserlied.<sup id="cite_ref-GH806_61-1" class="reference"><a href="#cite_note-GH806-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Brüderbewegung"><span id="Br.C3.BCderbewegung"></span>Brüderbewegung</h3></div>
<p>Die <a href="Br%C3%BCderbewegung" title="Brüderbewegung">Brüderbewegung</a> lehnt das Beten des Vaterunsers ab: Jesus habe es nur seinen Jüngern vor Ostern gegeben, nicht der Gemeinde danach. Diese Auffassung beruht theologisch auf dem <a href="Dispensationalismus" title="Dispensationalismus">Dispensationalismus</a>, der die biblische <a href="Heilsgeschichte" title="Heilsgeschichte">Heilsgeschichte</a> in Epochen einteilt und diese streng voneinander abgrenzt.<sup id="cite_ref-65" class="reference"><a href="#cite_note-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Begründer der dispensationalistischen Bibelauslegung <a href="John_Nelson_Darby" title="John Nelson Darby">John Nelson Darby</a> ordnete Jesu vorösterliche Verkündigung dem Judentum, nicht der Kirche zu, so dass Jesus das Vaterunser nicht die Christen gelehrt habe. Darum fehlt es in von Darby beeinflussten <a href="Freikirche" title="Freikirche">freikirchlichen</a> Gottesdiensten.<sup id="cite_ref-66" class="reference"><a href="#cite_note-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rezeption">Rezeption</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Literatur">Literatur</h3></div>
<p>Literarische Auslegungen des Vaterunsers sind seit dem ersten lateinischen Kirchenschriftsteller <a href="Tertullian" title="Tertullian">Tertullian</a> (* nach 150) in vielfältiger Weise erschienen. Ein Beispiel ist eine Auslegung in Versform in einer bairischen Exegese des 12. Jahrhunderts im Versmaß des <a href="Septenar" title="Septenar">Septenar</a>.<sup id="cite_ref-67" class="reference"><a href="#cite_note-67"><span class="cite-bracket">[</span>67<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ab dem 15. Jahrhundert entstand die Literaturgattung gedichteter oder gesungener <a href="Parodie" title="Parodie">Parodien</a> des Vaterunsers zu allen möglichen Themen, Personen oder Zeitereignissen. Prediger wie <a href="Abraham_a_Sancta_Clara" title="Abraham a Sancta Clara">Abraham a Sancta Clara</a> dichteten ironische Vaterunserparodien auf Wucherer (deutsch 1481), Trinker und andere. Umgekehrt dichteten auch als Verbrecher eingestufte Gruppen Vaterunserparodien, die jedoch aus Furcht vor dem Vorwurf der <a href="Blasphemie" title="Blasphemie">Blasphemie</a> nur selten aufgezeichnet wurden. In der <a href="Reformation" title="Reformation">Reformationszeit</a> gab es etwa ein lateinisches Vaterunser gegen die Bauern, ein deutsches gegen die <a href="Hussiten" title="Hussiten">Hussiten</a> oder protestantische Vaterunser gegen den Papst. Das <i>Reutlinger Vaterunser</i> (1519) bezog sich auf Herzog <a href="Ulrich_von_W%C3%BCrttemberg" title="Ulrich von Württemberg">Ulrich von Württemberg</a>. Das <i>Bauernvaterunser</i> (vor 1700) war ein Zorn- und Klagegebet von Bauern gegen Soldaten, das jeweils neu gegen kriegsführende Nationen gerichtet wurde: im 18. Jahrhundert etwa gegen die Schweden oder die Deutschen, im 19. Jahrhundert gegen die Franzosen, so <i>Das Vaterunser eines Unterwaldners</i> von <a href="Johann_Martin_Usteri" title="Johann Martin Usteri">Johann Martin Usteri</a> (1803). Ein Vaterunser auf <a href="Wilhelm_Tell" title="Wilhelm Tell">Wilhelm Tell</a> („Wilhelm Tell, der Du bist der Stifter unserer Freiheit“) propagierte die <a href="Verfassungen_der_Helvetischen_Republik" title="Verfassungen der Helvetischen Republik">Helvetische Verfassung</a> von 1798. Revolutionäre Texte hatten etwa das <i><a href="Lola_Montez" title="Lola Montez">Lola Montez</a>- und <a href="Klemens_Wenzel_Lothar_von_Metternich" title="Klemens Wenzel Lothar von Metternich">Metternich</a>-Vaterunser</i>, ab 1914 das <i>Vaterunser gegen <a href="Wilhelm_II._(Deutsches_Reich)" title="Wilhelm II. (Deutsches Reich)">Wilhelm II.</a></i><sup id="cite_ref-68" class="reference"><a href="#cite_note-68"><span class="cite-bracket">[</span>68<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bildende_Kunst">Bildende Kunst</h3></div>
<p>Seit dem <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalter</a> entstanden bebilderte Septenare zum Vaterunser, anknüpfend an die seit Augustinus übliche Einteilung von Mt 6,9–13 in sieben Bitten. Sie wurden auf Septenare zu anderen religiösen Themen bezogen, etwa zu den <a href="Seligpreisung" title="Seligpreisung">Seligpreisungen</a>, <a href="Gaben_des_Heiligen_Geistes" title="Gaben des Heiligen Geistes">Gaben des Heiligen Geistes</a>, <a href="Kreuzweg" title="Kreuzweg">Leidensstationen Christi</a>, <a href="Theologische_Tugenden" title="Theologische Tugenden">Tugenden</a> und <a href="Laster" title="Laster">Lastern</a>. Sie wurden graphisch mit <i>figurae</i> auf einem Blatt bebildert, bevorzugt als Rad (<i>rota</i>), Baumschema (<i>arbor</i>), Tabelle (<i>scalae</i>) oder Perlenschnur. Dem lag der Glaube an eine geordnete Schöpfung zugrunde.<sup id="cite_ref-69" class="reference"><a href="#cite_note-69"><span class="cite-bracket">[</span>69<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dabei wurde die Reihenfolge der Vaterunserbitten umgekehrt, gemäß dem Gedanken eines Aufstiegs zur göttlichen Ordnung.<sup id="cite_ref-UR229_70-0" class="reference"><a href="#cite_note-UR229-70"><span class="cite-bracket">[</span>70<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Solche <i>Figurae</i> waren Lern-, Predigt- und Unterrichtshilfen.<sup id="cite_ref-71" class="reference"><a href="#cite_note-71"><span class="cite-bracket">[</span>71<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Werk <i>Somme le Roi</i> („Garten der Tugend“, 1279) stellte die Vaterunserbitten erstmals <a href="Allegorie" title="Allegorie">allegorisch</a> dar, hier als junge Frauen.<sup id="cite_ref-72" class="reference"><a href="#cite_note-72"><span class="cite-bracket">[</span>72<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Blockbuch" title="Blockbuch">Blockbücher</a> wie das <i>Exercitium super Pater noster</i><sup id="cite_ref-73" class="reference"><a href="#cite_note-73"><span class="cite-bracket">[</span>73<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> erläuterten jede Gebetsaussage mit Bildern und boten so eine eigenständige, geschlossene, allegorische Bilderzählung.<sup id="cite_ref-74" class="reference"><a href="#cite_note-74"><span class="cite-bracket">[</span>74<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Seit der Reformation wurden Septenare zum Vaterunser kaum noch mit anderen Septenaren verbunden, auch nicht auf Seiten der <a href="Gegenreformation" title="Gegenreformation">Gegenreformation</a>.<sup id="cite_ref-75" class="reference"><a href="#cite_note-75"><span class="cite-bracket">[</span>75<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Anders als ältere Künstler illustrierte <a href="Lucas_Cranach_der_J%C3%BCngere" title="Lucas Cranach der Jüngere">Lucas Cranach der Jüngere</a> das Vaterunser durchgängig mit neutestamentlichen Beispielen der Taten Jesu. Die Bilder dienten der Textauslegung und sollten Gottes Gnade und Willen auch Laien deutlich machen.<sup id="cite_ref-76" class="reference"><a href="#cite_note-76"><span class="cite-bracket">[</span>76<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nach dem <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkrieg</a> fertigte <a href="Max_Pechstein" title="Max Pechstein">Max Pechstein</a> 1921 Holzdrucke zum Vaterunser an,<sup id="cite_ref-77" class="reference"><a href="#cite_note-77"><span class="cite-bracket">[</span>77<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die mit Stilmitteln des <a href="Expressionismus" title="Expressionismus">Expressionismus</a> einen sozialkritischen Bezug zur Gegenwart herstellten.<sup id="cite_ref-78" class="reference"><a href="#cite_note-78"><span class="cite-bracket">[</span>78<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Moderne Vaterunser-Zyklen in Gemälden von Siegfried Angermüller,<sup id="cite_ref-79" class="reference"><a href="#cite_note-79"><span class="cite-bracket">[</span>79<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Henning Diers,<sup id="cite_ref-80" class="reference"><a href="#cite_note-80"><span class="cite-bracket">[</span>80<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Andreas_Felger" title="Andreas Felger">Andreas Felger</a><sup id="cite_ref-81" class="reference"><a href="#cite_note-81"><span class="cite-bracket">[</span>81<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und <a href="J%C3%B6rgen_Habedank" title="Jörgen Habedank">Jörgen Habedank</a><sup id="cite_ref-82" class="reference"><a href="#cite_note-82"><span class="cite-bracket">[</span>82<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> sowie in den Kirchenfenstern von <a href="Alois_Plum" title="Alois Plum">Alois Plum</a><sup id="cite_ref-83" class="reference"><a href="#cite_note-83"><span class="cite-bracket">[</span>83<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> benutzen Farbe und Form als Ausdrucksmittel, ohne sich auf konkrete Bibelstellen und aktuelle Zeitgeschichte zu beziehen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vokalmusik">Vokalmusik</h3></div>
<p>Das Vaterunser wurde in der <a href="Geschichte_der_Musik" title="Geschichte der Musik">Geschichte der Musik</a> oft und auf verschiedene Weisen musikalisch vertont. Ab dem 16. Jahrhundert schufen europäische Komponisten Chorwerke zum Vaterunser, darunter <a href="Josquin_Desprez" title="Josquin Desprez">Josquin Desprez</a>, <a href="Adrian_Willaert" title="Adrian Willaert">Adrian Willaert</a>, <a href="Crist%C3%B3bal_de_Morales" title="Cristóbal de Morales">Cristóbal de Morales</a>, <a href="Nicolas_Gombert" title="Nicolas Gombert">Nicolas Gombert</a>, <a href="Jakob_Arcadelt" title="Jakob Arcadelt">Jakob Arcadelt</a>, <a href="Giovanni_Pierluigi_da_Palestrina" title="Giovanni Pierluigi da Palestrina">Giovanni Pierluigi da Palestrina</a>, <a href="Jacobus_Gallus" title="Jacobus Gallus">Jacobus Gallus</a>, <a href="Heinrich_Sch%C3%BCtz" title="Heinrich Schütz">Heinrich Schütz</a>, <a href="Otto_Nicolai" title="Otto Nicolai">Otto Nicolai</a>, <a href="Franz_Liszt" title="Franz Liszt">Franz Liszt</a>, <a href="Giuseppe_Verdi" title="Giuseppe Verdi">Giuseppe Verdi</a>, <a href="Max_Reger" title="Max Reger">Max Reger</a>, <a href="Igor_Strawinsky" title="Igor Strawinsky">Igor Strawinsky</a>, <a href="G%C3%BCnter_Raphael" title="Günter Raphael">Günter Raphael</a><sup id="cite_ref-GH806_61-2" class="reference"><a href="#cite_note-GH806-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und <a href="P%C4%93teris_Vasks" title="Pēteris Vasks">Pēteris Vasks</a> (1991).<sup id="cite_ref-84" class="reference"><a href="#cite_note-84"><span class="cite-bracket">[</span>84<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Weitere Chorwerke verarbeiten Luthers Vaterunserlied (EG 344), so von <a href="Johannes_Driessler" title="Johannes Driessler">Johannes Driessler</a>, <a href="Sixt_Dietrich" title="Sixt Dietrich">Sixt Dietrich</a>, <a href="Johannes_Eccard" title="Johannes Eccard">Johannes Eccard</a>, <a href="Hans_Leo_Ha%C3%9Fler" title="Hans Leo Haßler">Hans Leo Haßler</a>, <a href="Orlando_di_Lasso" title="Orlando di Lasso">Orlando di Lasso</a>, <a href="Michael_Praetorius" title="Michael Praetorius">Michael Praetorius</a> und <a href="Samuel_Scheidt" title="Samuel Scheidt">Samuel Scheidt</a>. Werke für Singstimmen mit Instrumenten zum Vaterunser oder zu Luthers Vaterunserlied schrieben Heinrich Schütz, <a href="Dietrich_Buxtehude" class="mw-redirect" title="Dietrich Buxtehude">Dietrich Buxtehude</a>, <a href="Johann_Sebastian_Bach" title="Johann Sebastian Bach">Johann Sebastian Bach</a> (<a href="Kantate" title="Kantate">Kantaten</a> BWV 90, 101, 102, 245), Günter Raphael, Franz Liszt, <a href="Leo%C5%A1_Jan%C3%A1%C4%8Dek" title="Leoš Janáček">Leoš Janáček</a>, <a href="Frank_Martin_(Komponist)" title="Frank Martin (Komponist)">Frank Martin</a> und <a href="Heinz_Werner_Zimmermann" title="Heinz Werner Zimmermann">Heinz Werner Zimmermann</a>. <a href="Peter_Cornelius_(Komponist)" title="Peter Cornelius (Komponist)">Peter Cornelius</a> schuf einen Zyklus von neun Sololiedern zu Einzelbitten des Vaterunsers und eigenen Gedichten (op. 2, 1921),<sup id="cite_ref-GH806_61-3" class="reference"><a href="#cite_note-GH806-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Max_Gulbins" title="Max Gulbins">Max Gulbins</a> ein Lied für Frauenstimme und Orgel (op. 29, 1906).<sup id="cite_ref-85" class="reference"><a href="#cite_note-85"><span class="cite-bracket">[</span>85<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Weitere Chor- und Orchesterwerke zum Vaterunser stammen von <a href="Max_Baumann_(Komponist)" title="Max Baumann (Komponist)">Max Baumann</a> (op. 51, 1955), <a href="Hans_Georg_Bertram" title="Hans Georg Bertram">Hans Georg Bertram</a> (2002/2003), <a href="Joachim_Camerarius_der_%C3%84ltere" title="Joachim Camerarius der Ältere">Joachim Camerarius der Ältere</a> (16. Jh.), <a href="Rihards_Dubra" title="Rihards Dubra">Rihards Dubra</a>, <a href="Maurice_Durufl%C3%A9" title="Maurice Duruflé">Maurice Duruflé</a> (1977), <a href="Thomas_Fortmann" title="Thomas Fortmann">Thomas Fortmann</a> (1983), <a href="Friedrich_Theodor_Fr%C3%B6hlich" title="Friedrich Theodor Fröhlich">Friedrich Theodor Fröhlich</a> (1832), <a href="Christian_Geist" title="Christian Geist">Christian Geist</a> (ca. 1684), <a href="Gustav_Gunsenheimer" title="Gustav Gunsenheimer">Gustav Gunsenheimer</a>, <a href="Stefan_Hippe" title="Stefan Hippe">Stefan Hippe</a> (2001), <a href="Gottfried_August_Homilius" title="Gottfried August Homilius">Gottfried August Homilius</a> (1777), <a href="Lorenz_Maierhofer" title="Lorenz Maierhofer">Lorenz Maierhofer</a> (2008), <a href="Giacomo_Meyerbeer" title="Giacomo Meyerbeer">Giacomo Meyerbeer</a>, <a href="Arvo_P%C3%A4rt" title="Arvo Pärt">Arvo Pärt</a> (2005), <a href="Carlo_Pedini" title="Carlo Pedini">Carlo Pedini</a> (2000), <a href="Sergei_Wassiljewitsch_Rachmaninow" title="Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow">Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow</a> (Op. 31, 1910), <a href="Christian_Ritter_(Komponist)" title="Christian Ritter (Komponist)">Christian Ritter</a> (ca. 1681), <a href="Hugo_R%C3%B6hr" title="Hugo Röhr">Hugo Röhr</a> (1904), <a href="Mikl%C3%B3s_R%C3%B3zsa" title="Miklós Rózsa">Miklós Rózsa</a> (1961), <a href="John_Serry_senior" title="John Serry senior">John Serry senior</a> (1992), Clive Strutt (2015), <a href="Pjotr_Iljitsch_Tschaikowski" title="Pjotr Iljitsch Tschaikowski">Pjotr Iljitsch Tschaikowski</a> (1878) und <a href="Felix_Woyrsch" title="Felix Woyrsch">Felix Woyrsch</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Instrumentalmusik">Instrumentalmusik</h3></div>
<p>Werke für <a href="Orgel" title="Orgel">Orgel</a> zu Luthers Vaterunserlied schufen unter anderen Samuel Scheidt, <a href="Johann_Ulrich_Steigleder" title="Johann Ulrich Steigleder">Johann Ulrich Steigleder</a>, Johann Sebastian Bach (BWV 636, 682, 683), <a href="Felix_Mendelssohn_Bartholdy" title="Felix Mendelssohn Bartholdy">Felix Mendelssohn Bartholdy</a> (op. 65,6)<sup id="cite_ref-GH806_61-4" class="reference"><a href="#cite_note-GH806-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und <a href="Manfred_Kluge" title="Manfred Kluge">Manfred Kluge</a> (1963).<sup id="cite_ref-86" class="reference"><a href="#cite_note-86"><span class="cite-bracket">[</span>86<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Vaterunserwerke für andere Instrumente oder Orchester schufen <a href="Mikalojus_Konstantinas_%C4%8Ciurlionis" title="Mikalojus Konstantinas Čiurlionis">Mikalojus Konstantinas Čiurlionis</a> (op. 17,1; 1904), <a href="Walter_Steffens_(Komponist)" title="Walter Steffens (Komponist)">Walter Steffens</a> (1984), <a href="Leonard_Bernstein" title="Leonard Bernstein">Leonard Bernstein</a> (in <a href="Mass_(Bernstein)" title="Mass (Bernstein)">Mass</a>, 1973), <a href="Peter_Michael_Braun" title="Peter Michael Braun">Peter Michael Braun</a> (2004), <a href="Luigi_Cherubini" title="Luigi Cherubini">Luigi Cherubini</a>, <a href="Charles_Gounod" title="Charles Gounod">Charles Gounod</a>, <a href="Pjotr_Iljitsch_Tschaikowski" title="Pjotr Iljitsch Tschaikowski">Pjotr Iljitsch Tschaikowski</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Popularmusik">Popularmusik</h3></div>
<p>Als <a href="Volkslied" title="Volkslied">Volkslied</a> oder <a href="Schlager" title="Schlager">Schlager</a> vertonten das Vaterunser auf Englisch etwa <a href="Albert_Hay_Malotte" title="Albert Hay Malotte">Albert Hay Malotte</a> (<i>The Lord's prayer</i>, 1935), auf Deutsch <a href="Gotthilf_Fischer" title="Gotthilf Fischer">Gotthilf Fischer</a> (1976) und <a href="Hanne_Haller" title="Hanne Haller">Hanne Haller</a> (2003). Als englischen <a href="Popmusik" title="Popmusik">Popsong</a> vertonte es <a href="Cliff_Richard" title="Cliff Richard">Cliff Richard</a> (<i>The Millenium Prayer</i>, 1999), als deutschsprachigen Solosprechgesang <a href="Xavier_Naidoo" title="Xavier Naidoo">Xavier Naidoo</a> und die <a href="S%C3%B6hne_Mannheims" title="Söhne Mannheims">Söhne Mannheims</a> (2004).<sup id="cite_ref-87" class="reference"><a href="#cite_note-87"><span class="cite-bracket">[</span>87<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als <a href="Rockmusik" title="Rockmusik">Rockmusik</a> vertonte <a href="Prince" title="Prince">Prince</a> das Vaterunser für sein Album <i><a href="Controversy_(Album)" title="Controversy (Album)">Controversy</a></i> (1981). Damit begann er mit einer schwarzen, prophetisch-sozialen Botschaft zu experimentieren.<sup id="cite_ref-88" class="reference"><a href="#cite_note-88"><span class="cite-bracket">[</span>88<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der <a href="Deutschrock" title="Deutschrock">Deutschrock</a>-Sänger <a href="Marius_M%C3%BCller-Westernhagen" title="Marius Müller-Westernhagen">Marius Müller-Westernhagen</a> schrieb für sein Album <a href="Jaja_(Album)" title="Jaja (Album)">Jaja</a> (1992) den Song <i>Vater unser</i>.<sup id="cite_ref-89" class="reference"><a href="#cite_note-89"><span class="cite-bracket">[</span>89<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <a href="Techno" title="Techno">Techno</a>-Band <a href="E_Nomine" title="E Nomine">E Nomine</a> veröffentlichte 1999 auf ihrem Album <i>Das Testament</i> den Song <i><a href="Vater_Unser_(E-Nomine-Lied)" title="Vater Unser (E-Nomine-Lied)">Vater Unser</a></i>. Er kombiniert sonoren Sprechgesang von biblischem und lateinischem Text mit synthetischen Klängen und Rhythmen.<sup id="cite_ref-90" class="reference"><a href="#cite_note-90"><span class="cite-bracket">[</span>90<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Konzeptalbum <a href="Opium_f%C3%BCrs_Volk" title="Opium fürs Volk">Opium fürs Volk</a> (1996) der <a href="Punkrock" class="mw-redirect" title="Punkrock">Punkrock</a>-Band <a href="Die_Toten_Hosen" title="Die Toten Hosen">Die Toten Hosen</a> beginnt mit dem Song <i>Vaterunser</i>. Er bietet den Gebetstext rein vokal mit Anklängen an den Gregorianischen Choral. Der Folgetitel <i>Mensch</i> konfrontiert das Gebet mit der menschlichen Realität. Auch die weiteren Titel und das CD-Booklet ordnen das Gebet in eine schonungslose <a href="Religionskritik" title="Religionskritik">Religions- und Gesellschaftskritik</a> ein.<sup id="cite_ref-91" class="reference"><a href="#cite_note-91"><span class="cite-bracket">[</span>91<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Vaterunser-Kirche" title="Vaterunser-Kirche">Vaterunser-Kirche</a></li>
<li><a href="Sprachvergleich_anhand_des_Vaterunsers" title="Sprachvergleich anhand des Vaterunsers">Sprachvergleich anhand des Vaterunsers</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur_2">Literatur</h2></div>
<p><b>Exegese</b>
</p>
<ul><li>Katja Hess: <i>Das matthäische Vaterunser (Mt 6,9–13). Ein Kompendium jesuanischer Gotteslehre und Ethik.</i> In: Studien zum Neuen Testament und seiner Umwelt A 44/45 (2019), S. 57–80.</li>
<li>Florian Wilk (Hrsg.): <i>Das Vaterunser in seinen antiken Kontexten. Zum Gedenken an Eduard Lohse.</i> Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2016, ISBN 978-3-647-54052-8</li>
<li>Günter Unger: <i>Das Vaterunser: Jesu Themensammlung für das eigenständige Beten und Besinnen der Jünger.</i> Kohlhammer, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-17-030917-3</li>
<li>Hartmut Gese: <i>Bemerkungen zum Vaterunser unter dem Gesichtspunkt alttestamentlicher Gebetsformen.</i> In: Christof Landmesser, Hans-Joachim Eckstein, Hermann Lichtenberger (Hrsg.): <i>Jesus Christus als die Mitte der Schrift: Studien zur Hermeneutik des Evangeliums.</i> De Gruyter, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-081180-3, S. 405–438</li>
<li><a href="Klaus_Haacker" title="Klaus Haacker">Klaus Haacker</a>: <i>Was Jesus lehrte. Die Verkündigung Jesu – vom Vaterunser aus entfaltet.</i> Neukirchener Verlag, Neukirchen-Vluyn 2010, ISBN 978-3-7887-2427-6.</li>
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<li><a href="Oscar_Cullmann" title="Oscar Cullmann">Oscar Cullmann</a>: <i>Das Gebet im Neuen Testament.</i> 2. Auflage, Mohr Siebeck, Tübingen 2002, ISBN 978-3-16-146685-4</li>
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<p><b>Theologie und Gebetspraxis</b>
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<li><a href="J%C3%BCrgen_Werbick" title="Jürgen Werbick">Jürgen Werbick</a>: <i>Vater unser: Theologische Meditationen zur Einführung ins Christsein.</i> Herder, Freiburg 2011, ISBN 978-3-451-33252-4</li>
<li><a href="Eugen_Biser" title="Eugen Biser">Eugen Biser</a>: <i>Glaubensbekenntnis und Vaterunser. Eine Neuauslegung.</i> Patmos, Düsseldorf 2003, ISBN 3-491-69401-9.</li>
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<li><a href="Reinhard_K%C3%B6rner" title="Reinhard Körner">Reinhard Körner</a>: <i>Das Vaterunser. Spiritualität aus dem Gebet Jesu.</i> Benno-Verlag, Leipzig 2002, ISBN 3-7462-1566-8</li>
<li><a href="Romano_Guardini" title="Romano Guardini">Romano Guardini</a>: <i>Das Gebet des Herrn.</i> Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz 2000, ISBN 3-7867-8366-7</li>
<li><a href="Dietmar_Rost" title="Dietmar Rost">Dietmar Rost</a>, Joseph Machalke: <i>Das Vaterunser den Kindern erzählt, mit Bildern von Heide Mayr-Pletschen.</i> Agentur des Rauhen Hauses, Hamburg 1994, ISBN 3-7666-9513-4</li></ul>
<p><b>Kunst</b>
</p>
<ul><li>Ulrich Rehm: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/2864/1/Rehm_Die_bildliche_Auslegung_des_Vaterunser_im_Mittelalter_2004.pdf"><i>Die bildliche Auslegung des Vaterunsers im Mittelalter.</i></a> In: Florian Trenner (Hrsg.): <i>Vaterunser im Himmel: das Gebet des Herrn.</i> Klerusblatt, München 2004, ISBN 3-00-014974-0, S. 92–103</li>
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<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Lord%27s_Prayer?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Vaterunser</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wikisource"></span></span></div><b><a href="https://de.wikisource.org/wiki/la:Pater_noster" class="extiw external" title="s:la:Pater noster">Wikisource: Pater noster</a></b> – Quellen und Volltexte (Latein)</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wikisource"></span></span></div><b><a href="https://de.wikisource.org/wiki/Vaterunser" class="extiw external" title="s:Vaterunser">Wikisource: Vaterunser</a></b> – Quellen und Volltexte</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Vaterunser" class="extiw external" title="wikt:Vaterunser">Wiktionary: Vaterunser</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
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<li>Bertold Klappert: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20110916111749/http://www.ekir.de/ekir/dokumente/ekir2005-01-09ls-vortrag-klappert3.pdf"><i>„Geheiligt werde Dein NAME! Dein Wille werde getan!“ Gedenken, Ertrag und Auftrag des Rheinischen Synodalbeschlusses von 1980.</i></a> Wuppertal, September 2011 (PDF; 104 kB; Archivlink)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelbelege">Einzelbelege</h2></div>
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<li id="cite_note-GH805-46"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-GH805_46-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-GH805_46-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Günter Hartmann: <i>Pater Noster.</i> In: Ralf Noltensmeier (Hrsg.): <i>Metzler Sachlexikon Musik.</i> Springer, Wiesbaden 1998, ISBN 978-3-476-05199-8, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.google.de/books/edition/Metzler_Sachlexikon_Musik/U-1FDwAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&pg=PA805">S. 805</a></span>
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<li id="cite_note-50"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-50">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Katechismus_der_Katholischen_Kirche" class="mw-redirect" title="Katechismus der Katholischen Kirche">Katechismus der Katholischen Kirche</a>, Nr. 2759–2856.</span>
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<li id="cite_note-51"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-51">↑</a></span> <span class="reference-text">Jürgen Bärsch, Winfried Haunerland: <i>Liturgiereform und Bistum: Gottesdienstliche Erneuerung nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil.</i> Friedrich Pustet, Regensburg 2013, ISBN 978-3-7917-7020-8, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.google.de/books/edition/Liturgiereform_und_Bistum/Atx3DwAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&pg=PA74">S. 74f.</a></span>
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<li id="cite_note-52"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-52">↑</a></span> <span class="reference-text">Wortlaut des Embolismus im <i>Katechismus der Katholischen Kirche. Neuübersetzung aufgrund der Editio typica Latina.</i> Oldenbourg, München 2007, ISBN 978-3-486-58145-4, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.google.de/books/edition/Katechismus_der_Katholischen_Kirche/mzruB1wikNoC?hl=de&gbpv=1&pg=PA715">S. 715</a></span>
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<li id="cite_note-53"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-53">↑</a></span> <span class="reference-text">Liborius Olaf Lumma: <i>Crashkurs Liturgie: Eine kurze Einführung in den katholischen Gottesdienst.</i> Friedrich Pustet, Regensburg 2024, ISBN 978-3-7917-6264-7, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.google.de/books/edition/Crashkurs_Liturgie/XjcHEQAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&pg=PT115">S. 115</a></span>
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<li id="cite_note-BW37-54"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-BW37_54-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-BW37_54-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Konfessionskundliches Institut (Hrsg.): <i>Was eint? Was trennt? Ökumenisches Basiswissen.</i> 2. überarbeitete Auflage, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2002, ISBN 3-525-87192-9, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.google.de/books/edition/Was_eint_Was_trennt/uUh_XB85vxEC?hl=de&gbpv=1&pg=PA37">S. 37</a></span>
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<li id="cite_note-55"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-55">↑</a></span> <span class="reference-text">Ilie Ursa, Ioan-Vasile Leb, Kōnstantinos Nikolakopoulos (Hrsg.): <i>Die orthodoxe Kirche in der Selbstdarstellung: ein Kompendium.</i> LIT Verlag, Münster 2016, ISBN 978-3-643-12844-7, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.google.de/books/edition/Die_Orthodoxe_Kirche_in_der_Selbstdarste/-hcWDgAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&pg=PA149">S. 149</a></span>
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<li id="cite_note-56"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-56">↑</a></span> <span class="reference-text">Hildegard Schaeder, Karl Pinggéra: <i>Impulse für die evangelisch-orthodoxe Begegnung: ausgewählte Schriften von 1949 bis 1972.</i> LIT Verlag, Münster 2016, ISBN 978-3-643-13529-2, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.google.de/books/edition/Impulse_f%C3%BCr_die_evangelisch_orthodoxe_B/Ei2fDQAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&pg=PA172">S. 172</a></span>
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<li id="cite_note-57"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-57">↑</a></span> <span class="reference-text">Martin Klöckener, Reinhard Meßner (Hrsg.): <i>Gottesdienst der Kirche Handbuch der Liturgiewissenschaft: Wissenschaft der Liturgie Band 1.1: Begriff, Geschichte, Konzepte.</i> Friedrich Pustet, Regensburg 2022, S. 127–130</span>
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<li id="cite_note-58"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-58">↑</a></span> <span class="reference-text">Anne Käfer: <i>Systematisch-theologishe Einordnung des VELKD-Agendenwerks.</i> In: Konstanze Kemnitzer (Hrsg.): <i>Gussformen der Gottesdienstgestaltung: Das Agendenwerk der VELKD zwischen Neuaufbruch und Restauration.</i> Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2021, ISBN 978-3-374-06830-2, S. 67–80, hier <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.google.de/books/edition/Gussformen_der_Gottesdienstgestaltung/tzcjEAAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&pg=PA69">S. 69</a></span>
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<li id="cite_note-59"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-59">↑</a></span> <span class="reference-text">Helmut Schwier: <i>Dienst an Wort und Sakrament mit der Gemeinde. Unsere Perspektiven auf die VELKD-Agende I.</i> In: Konstanze Kemnitzer: <i>Gussformen der Gottesdienstgestaltung</i>, Leipzig 2021, S. 219–234, hier <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.google.de/books/edition/Gussformen_der_Gottesdienstgestaltung/tzcjEAAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&pg=PA230">S. 230</a></span>
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<li id="cite_note-60"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-60">↑</a></span> <span class="reference-text">Udo Hildenbrand: <i>Das Einheitsgesangbuch Gotteslob: Eine theologische Analyse der Lied- und Gesangtexte in ekklesiologischer Perspektive.</i> Peter Lang, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-631-58176-6, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.google.de/books/edition/Das_Einheitsgesangbuch_Gotteslob/CPXONF6z_REC?hl=de&gbpv=1&pg=PA986">S. 986</a>, 988, 1077 und öfter</span>
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<li id="cite_note-GH806-61"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-GH806_61-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-GH806_61-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-GH806_61-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-GH806_61-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-GH806_61-4">e</a></sup></span> <span class="reference-text">Günter Hartmann: <i>Pater Noster.</i> In: Ralf Noltensmeier (Hrsg.): <i>Metzler Sachlexikon Musik.</i> Wiesbaden 1998, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.google.de/books/edition/Metzler_Sachlexikon_Musik/U-1FDwAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&pg=PA806">S. 806</a></span>
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<li id="cite_note-62"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-62">↑</a></span> <span class="reference-text">F. Irenäus Herzberg (Hrsg.): <i>Nordisch-katholisches Sakramentar. Ergänzungsband Pontificale parvum & Kalendarium.</i> St. Ambrosius-Verlag, Mönchengladbach 2020, ISBN 978-3-7519-8908-4, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.google.de/books/edition/Nordisch_katholisches_Sakramentar_Erg%C3%A4n/X236DwAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&pg=PA58">S. 58</a></span>
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<li id="cite_note-63"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-63">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Evangelisches Gesangbuch: Ausgabe für die Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Niedersachsen und für die Bremische Evangelische Kirche.</i> (1994) 3. Auflage, Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2019, ISBN 978-3-525-64205-4, S. 960 (alphabetisches Inhaltsverzeichnis)</span>
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<li id="cite_note-64"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-64">↑</a></span> <span class="reference-text">Ilsabe Alpermann et al.: <i>Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt: Hymnologische Kommentare zu den Liedern im Ergänzungsheft zum Evangelischen Gesangbuch. Jan Janssen zum 60. Geburtstag.</i> Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2023, ISBN 978-3-647-50034-8, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.google.de/books/edition/Ich_lobe_meinen_Gott_der_aus_der_Tiefe_m/hJnkEAAAQBAJ?hl=de&gbpv=1&pg=PA64">S. 64f.</a></span>
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<li id="cite_note-65"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-65">↑</a></span> <span class="reference-text">Stefan Schweyer: <i>Freikirchliche Gottesdienste: Empirische Analysen und theologische Reflexionen.</i> Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2020, ISBN 978-3-374-06711-4, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=UTcjEAAAQBAJ&newbks=1&newbks_redir=0&printsec=frontcover&pg=PA246">S. 246f.</a></span>
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<li id="cite_note-66"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-66">↑</a></span> <span class="reference-text">Heinzpeter Hempelmann: <i>Bibel, Hermeneutik und der weiße Elefant im Raum. Warum uns der gemeinsame Umgang mit der Schrift entzweit und wie wir damit umgehen (können).</i> In: Theologische Beiträge 54 (2023), Heft 2, S. 70–88, hier S. 73</span>
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<li id="cite_note-68"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-68">↑</a></span> <span class="reference-text">Alfred Liede: Artikel <i>Parodie.</i> In: Paul Merker, Werner Kohlschmidt, Wolfgang Mohr, Wolfgang Stammler (Hrsg.): <i>Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte Band 3: p-sk.</i> De Gruyter, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-087956-8, S. 12–72, hier <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.google.de/books/edition/Reallexikon_der_deutschen_Literaturgesch/HS344Ddi_YkC?hl=de&gbpv=1&pg=RA2-PA62">S. 62f.</a></span>
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<li id="cite_note-71"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-71">↑</a></span> <span class="reference-text">Ulrich Rehm: <i>Bebilderte Vaterunser-Erklärungen des Mittelalters</i>, Baden-Baden 1994, S. 172</span>
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<li id="cite_note-72"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-72">↑</a></span> <span class="reference-text">Ulrich Rehm, Florian Trenner: <i>Die bildliche Auslegung des Vaterunsers im Mittelalter</i>, München 2004, S. 97–99</span>
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<li id="cite_note-75"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-75">↑</a></span> <span class="reference-text">Ulrich Rehm: <i>Bebilderte Vaterunser-Erklärungen des Mittelalters</i>, Baden-Baden 1994, S. 21</span>
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<li id="cite_note-89"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-89">↑</a></span> <span class="reference-text">Uwe Böhm, Gerd Buschmann: <i>Popmusik – Religion – Unterricht. Modelle und Materialien zur Didaktik von Popularkultur.</i> LIT Verlag, Münster 2000, ISBN 978-3-8258-5179-8, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.google.de/books/edition/Popmusik_Religion_Unterricht/5PvqCvXIWMAC?hl=de&gbpv=1&pg=PA160">S. 160 und Fn. 13</a></span>
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<li id="cite_note-90"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-90">↑</a></span> <span class="reference-text">Uwe Böhm, Gerd Buschmann: <i>Popmusik – Religion – Unterricht</i>, Münster 2000, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.google.de/books/edition/Popmusik_Religion_Unterricht/5PvqCvXIWMAC?hl=de&gbpv=1&pg=PA175">S. 175–177</a></span>
</li>
<li id="cite_note-91"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-91">↑</a></span> <span class="reference-text">Uwe Böhm, Gerd Buschmann: <i>Popmusik – Religion – Unterricht</i>, Münster 2000, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.google.de/books/edition/Popmusik_Religion_Unterricht/5PvqCvXIWMAC?hl=de&gbpv=1&pg=PA209">S. 209–216</a></span>
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<div class="klappleiste mw-collapsible navileiste navigation-not-searchable center" role="navigation">
<div class="klappleiste-kopf">Aufbau der <a href="Heilige_Messe" title="Heilige Messe">heiligen Messe</a> im <a href="R%C3%B6mischer_Ritus" title="Römischer Ritus">römischen Ritus</a></div>
<div class="klappleiste-inhalt mw-collapsible-content">
<p><b><a href="Er%C3%B6ffnung_(Liturgie)" title="Eröffnung (Liturgie)">Eröffnung</a>:</b>
<a href="Einzug_(Liturgie)" title="Einzug (Liturgie)">Einzug</a> |
<a href="Schuldbekenntnis" title="Schuldbekenntnis">Allgemeines Schuldbekenntnis</a> <i>oder</i> <a href="Taufged%C3%A4chtnis" title="Taufgedächtnis">Taufgedächtnis</a> |
<a href="Kyrie_eleison" title="Kyrie eleison">Kyrie</a> |
<a href="Gloria" title="Gloria">Gloria</a> |
<a href="Oration" title="Oration">Tagesgebet</a>
</p><p><b><a href="Wortgottesdienst" title="Wortgottesdienst">Wortgottesdienst</a></b> („Liturgie des Wortes“):
Erste <a href="Schriftlesung" title="Schriftlesung">Lesung</a> |
<a href="Antwortpsalm" title="Antwortpsalm">Antwortpsalm</a> |
Zweite Lesung |
<a href="Ruf_vor_dem_Evangelium" title="Ruf vor dem Evangelium">Ruf vor dem Evangelium</a> |
<a href="Evangelium_(Liturgie)" title="Evangelium (Liturgie)">Evangelium</a> |
<a href="Homilie" title="Homilie">Homilie</a> |
<a href="Credo" title="Credo">Credo</a> |
<a href="F%C3%BCrbittengebet" title="Fürbittengebet">Fürbitten</a>
</p><p><b><a href="Eucharistie" title="Eucharistie">Eucharistiefeier</a></b> („Eucharistische Liturgie“): <a href="Gabenbereitung" title="Gabenbereitung">Gabenbereitung</a> |
<a href="Hochgebet" title="Hochgebet">Eucharistisches Hochgebet</a>, darin <a href="Pr%C3%A4fation" title="Präfation">Präfation</a> mit <a href="Sanctus" title="Sanctus">Sanctus</a>, <a href="Anamnese_(Liturgie)" title="Anamnese (Liturgie)">Anamnese</a> mit <a href="Einsetzungsworte" title="Einsetzungsworte">Einsetzungsworten</a>, <a href="Konsekration#Konsekration_von_Brot_und_Wein" title="Konsekration">Wandlung</a> und <a href="Akklamation#Akklamation_im_Judentum_und_im_Christentum" title="Akklamation">Akklamation</a>, <a href="Epiklese" title="Epiklese">Epiklese</a> und <a href="Doxologie" title="Doxologie">Doxologie</a> |
<a href="Kommunion" title="Kommunion">Kommunion</a> mit Gebet des Herrn (<a class="mw-selflink selflink">Vaterunser</a>), <a href="Friedensgru%C3%9F" title="Friedensgruß">Friedensgruß</a>, Brechung des Brotes mit <a href="Agnus_Dei" title="Agnus Dei">Agnus Dei</a>, Kommunionspendung, Stille und Dankgesang und <a href="Oration" title="Oration">Schlussgebet</a>
</p><p><b>Abschluss:</b>
ggf. Mitteilungen (<a href="Proklamandum" title="Proklamandum">Proklamandum</a>) |
<a href="Segen" title="Segen">Segen</a> |
Entlassungsruf (<a href="Ite%2C_missa_est" title="Ite, missa est">Ite, missa est</a>) |
<a href="Auszug_(Liturgie)" title="Auszug (Liturgie)">Auszug</a>
</p>
</div></div>
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Normdaten (Werk): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4062399-3">4062399-3</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/n2006084679">n2006084679</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/190562116/">190562116</a></span> </div>
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